Zerstreutheit beschreibt Momente, in denen unsere Aufmerksamkeit nachlässt und wir kleine Details vergessen – etwa Schlüssel verlegen, mitten im Satz den Faden verlieren oder in einen Raum gehen und nicht mehr wissen, warum. In der Psychologie gilt dies nicht als mangelnde Intelligenz, sondern als kurze Aufmerksamkeitslücke.
Ist unser Geist beschäftigt – durch Stress, Tagträume oder Multitasking –, wird Information nicht richtig im Gedächtnis abgespeichert. Es ist, als wollte man eine Datei speichern, während der Computer einfriert: Die Information gelangt nicht ins Gedächtnis. Später erleben wir dann eine Erinnerungslücke.
Zerstreutheit ist ein alltägliches Phänomen und ein Nebeneffekt unseres schnellen, ablenkungsreichen Lebens. Häufige Zerstreutheit kann aber auch mit Stress, Müdigkeit oder ADHS in Verbindung stehen. Positiv betrachtet zeigt sie, dass unser Gehirn Aufgaben priorisiert. Mit Achtsamkeit, weniger Ablenkung und ausreichend Erholung lassen sich solche Aussetzer verringern.
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